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DGAP-News: elumeo SE: Schmuckhändler stand vor Zahlungsunfähigkeit / Berliner Sparkasse wollte Multimillionen-Kredit nicht verlängern / Wachsende Skepsis bei elumeos Zulieferern / Aktionär fordert Sonderprüfer (deutsch)

10.10.19

elumeo SE: Schmuckhändler stand vor Zahlungsunfähigkeit / Berliner Sparkasse wollte Multimillionen-Kredit nicht verlängern / Wachsende Skepsis bei elumeos Zulieferern / Aktionär fordert Sonderprüfer

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DGAP-News: Roderich Schaetze, Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

/ Schlagwort(e): Insolvenz/Rechtssache

elumeo SE: Schmuckhändler stand vor Zahlungsunfähigkeit / Berliner Sparkasse

wollte Multimillionen-Kredit nicht verlängern / Wachsende Skepsis bei

elumeos Zulieferern / Aktionär fordert Sonderprüfer (News mit

Zusatzmaterial)

10.10.2019 / 00:14

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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elumeo SE: Schmuckhändler stand vor Zahlungsunfähigkeit / Berliner Sparkasse

wollte Multimillionen-Kredit nicht verlängern / Wachsende Skepsis bei

elumeos Zulieferern / Aktionär fordert Sonderprüfer

Berlin / Bangkok, 9. Oktober 2019 - Angesichts der jüngsten Enthüllungen

über die Finanzlage des deutschen Schmuckhandelskonzerns elumeo SE verstärkt

der Anker-Aktionär Ottoman Strategic Holdings (Suisse) S.A. erneut seine

Forderung nach einem Sonderprüfer, der die tatsächliche wirtschaftliche Lage

und die Entscheidungen des Managements unter Verwaltungsratsvorsitzenden

Wolfgang Boyé untersuchen soll. Nach neuesten unternehmensinternen

Informationen soll die elumeo SE kurz vor der Zahlungsunfähigkeit gestanden

sein, nachdem der Hauptkreditgeber Berliner Sparkasse sich geweigert hatte,

ein millionenschweres Darlehen zur prolongieren. Inzwischen mehren sich auch

die skeptischen Stimmen von Zulieferern in Indien, die elumeo nicht mehr als

verlässlichen Handelspartner betrachten.

Im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Niedergang der elumeo-Tochter PWK

Jewellery Company in Thailand und dem Verlust von über 600 Arbeitsplätzen,

ermitteln die Polizeibehörden in Thailand gegen die elumeo-Manager Bernd

Fischer, Wolfgang Boyé and Thomas Jarmuske. Auch die Staatsanwaltschaft in

Berlin ermittelte gegen die drei Manager, stellte dann aber die Ermittlungen

ein. Derzeit prüft jedoch die Generalstaatsanwaltschaft, ob das

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Ermittlungsverfahrenen gegen die elumeo-Manager wieder aufgenommen werden

soll. Elumeo muss sich außerdem mit einer Multi-Millionen-Klage im

Zusammenhang mit der PWK-Affäre auseinandersetzen. In der Klage werden die

elumeo-Manager beschuldigt, bei PWK Schmuckwaren im Wert von über 30

Millionen Euro bestellt und auch erhalten zu haben, für die sie allerdings

nur einen Bruchteil der Summe bezahlt haben. Dies führte laut Klage

letztendlich zur Zahlungsunfähigkeit von PWK.

Inzwischen hat elumeo auch bei seinen Zulieferern von Schmuck und

Edelsteinen in Jaipur (Indien) massiv an Vertrauen verloren. Nachdem elumeo

SE seine schmuckherstellende Tochter PWK Jewellery Company in Thailand an

die Wand gefahren hatte, beschaffte sich der Berliner Schmuckhandelskonzern

nun Schmuckwaren und Edelsteine von Dritten, darunter auch von Unternehmen

in Jaipur (Indien). Dort allerdings wächst angesichts der jüngsten

Entwicklungen und Enthüllungen über die wirtschaftliche Lage Skepsis

gegenüber eluemo SE als verlässlichen und liquiden Handelspartner. Diese

Skepsis bekam der strauchelnde CEO von elumeo, Ingo Stober, auf der

vergangenen Hong Kong Jewellery & Gem Fair auf seiner Suche nach Zulieferern

massiv zu spüren.

Im Sommer 2018 verschlechterte sich die Liquiditätslage sowohl bei der

Elumeo SE als auch bei der thailändischen PWK. Die Umsatzzahlen brachen ein.

Das elumeo-Management zeigte sich nicht in der Lage auch nur annähernd so

viele Schmuckstücke via TV und Internet zu vertreiben wie prognostiziert.

Ein durch die Berliner Sparkasse der Elumeo SE gewährtes Millionen-Darlehen

wurde seitens des Kreditinstitutes zur Überraschung des elumeo-Managements

nicht verlängert. Das Unternehmen stand damit vor dem Aus.

Auch erwies sich angesichts der massiv sinkenden Umsätze der elumeo SE, die

weitaus weniger Schmuck über Vertriebskanäle wie Juwelo TV verkauft als

angekündigt, die Schmuckfertigungstochter PWK Jewellery als Belastung für

den Konzern, der das Unternehmen nun gemeinsam mit den Arbeitern loswerden

wollte. Dies war allerdings nicht so einfach, da nach thailändischem

Arbeitsrecht jeder entlassene Mitarbeiter Anspruch auf eine gesetzliche

Abfindung hat. Angesichts der finanziell katastrophalen Situation und der

drohenden Insolvenz wollte elumeo diese Abfindungen für über 600 Mitarbeiter

vermeiden. Tatsächlich wies Bernd Fischer die PWK-Geschäftsführer direkt an,

"zu versuchen zu ermitteln, wie viel Personal/Kosten ohne Abfindung

reduziert werden könnten". Die Direktoren informierten Fischer, dass dies in

Thailand illegal sei. Unter den Mitarbeitern der PWK Jewellery Company wird

Bernd Fischer als "Architect of Misery" bezeichnet.

Ein Kunstgriff, um die Bilanz der Elumeo SE zu verschönern, war es, sich

kurzerhand der hohen Schulden gegenüber der (Enkel-)Tochtergesellschaft PWK

zu entledigen. Dazu diente eine zwischen dem (neu eingesetzten)

Geschäftsführer der Silverline und der Juwelo Deutsch-land GmbH (Juwelo -

einer weiteren Tochtergesellschaft der Elumeo SE) am 6.9.2018 vereinbarte

"Nachrangigkeitsabrede", die dazu führte, dass sämtliche über Silverline

weitergegebenen Forderungen der PWK an die Juwelo (bzw. die Elumeo SE)

konzernrechtlich auf unbestimmte Zeit nicht mehr bedient zu werden

brauchten.

Trotz der Nachrangigkeitsabrede, die dazu führte, dass nicht nur alle alten

Forderungen, sondern auch neu entstehende Forderungen der PWK gegen die

Firmen der Elumeo-Gruppe auf unabsehbare Zeit nicht mehr bedient zu werden

brauchten, bestellte am 17.9.2018 das Verwaltungs-ratsmitglied Jarmuske für

die Juwelo eine weitere Schmucklieferung bei der PWK, die von Thailand aus

am 24.9.2018 nach Berlin geliefert und mit 347.408,78 Euro fakturiert

wurden. Die Schmucklieferung wurde durch die Juwelo in Empfang genommen, in

der Folge aber nicht bezahlt.

Rechtsanwalt Dr. Gerhard Strate dazu: "Dass es sich hierbei um einen Betrug

zum Nachteil der PWK handelt, liegt auf der Hand. Dass diese Rechnung der

PWK bis heute nicht bezahlt wurde, ist unstreitig. Gegenteiliges behauptet

auch nicht die Staatsanwaltschaft Berlin.

Die Ottoman Strategy Holdings weist darauf hin, dass sowohl das Management

von elumeo als auch Shareholder Frankfurt Performance Management FPM unter

Raik Hoffmann die Bestellung eines Sonderprüfers in früheren

Hauptversammlungen verhindert hatten, der das Geschäft des Managements

untersuchen sollte.

Kontakt:

Roderich Schaetze

Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

Schäfflerstr. 8, 80333 München

Telefon: +49 (89) 2040026 0

Telefax: + 48 (89) 2040026 10

Email: mail@schaetze.com

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Zusatzmaterial zur Meldung:

Bild: http://newsfeed2.eqs.com/roderichschaetze/888007.html

Bildunterschrift: After questionable decisions of the managers Wolfgang

BoyÃ(c), Thomas Jarmuske and Bernd Fischer, the company is in free fall and

pulls the subsidiaries along. According to a decision of the Thai Labour

Court of 12 September 2019, former PWK employees who ha

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10.10.2019 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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