10:00 18.10.19
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Oxfam kritisiert Menschenrechtsverletzungen in indischen Teeplantagen

10.10.19

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Nichtregierungsorganisation Oxfam hat den deutschen Teemarkt wegen der Arbeitsbedingungen auf Teeplantagen im indischen Assam scharf kritisiert. "Bei einer Packung Markenschwarztee für drei Euro gehen nur circa vier Cent an die Menschen, die den Tee gepflückt haben", sagte die Oxfam-Expertin für Wirtschaft und Globalisierung, Barbara Sennholz-Weinhardt. Dass so eine Produktion zu menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen nicht möglich sei, liege auf der Hand.

Bei einer von Oxfam durchgeführten Studie wurden 510 Arbeiter auf 50 Plantagen in Assam befragt. Auf den Plantagen litten die Arbeiter unter katastrophalen Arbeitsbedingungen, hieß es. 56 Prozent der Befragten haben den Angaben zufolge nicht ausreichend zu essen, mehr als ein Viertel nimmt pro Tag weniger als 1800 Kilokalorien zu sich und leidet damit Hunger. 45 Prozent der befragten Arbeiter leiden demnach unter Krankheiten wie Gelbsucht, Cholera und Typhus, da sie verunreinigtes Wasser trinken müssen.

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Seitens des Unternehmens Teekanne hieß es, man sei sich bewusst, dass in der Region noch viel zu tun sei und die Kontrollen nicht vollumfänglich sein können. Assam sei eine schwierige Region. "Die teilweise dramatischen Missstände, die fallweise beschrieben werden, konnten jedoch auf Plantagen, von denen wir Tee abnehmen, bislang nicht festgestellt werden", teilte das Unternehmen mit./rew/DP/jha


                                                                                                                        

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