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Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Moskau und Budapest stark unter Druck

30.06.20

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen in Ost- und Mitteleuropa haben am Dienstag im Minus geschlossen. Die Furcht vor einer zweiten Welle in der Covid-19-Pandemie überlagerte gute Konjunkturdaten aus China und den USA.

Besonders unter Druck standen der russische und der ungarische Aktienmarkt. In Moskau gab der RTS-Index um 2,19 Prozent auf 1212,63 Punkte nach.

In Budapest fiel der ungarische Leitindex um 1,91 Prozent auf 35 817,88 Punkte. Belastend wirkte vor allem das starke Minus der schwergewichteten Aktien von OTP. Die Anteilscheine der Bank kamen nach klaren Vortagesgewinnen nun wieder deutlich zurück und verloren 3,84 Prozent.

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Schwach zeigten sich auch die Papiere des Pharmakonzerns Gedeon Richter mit einem Minus von 1,66 Prozent. Die Aktien des Öl- und Gaskonzerns Mol gaben um 0,43 Prozent nach.

An der Prager Börse verlor der tschechische Leitindex PX etwas weniger stark und ging 0,72 Prozent tiefer bei 918,00 Punkten aus dem Handel. Bei den Einzelwerten gehörten die Aktien von CEZ mit einem Plus von 1,40 Prozent zu den größten Kursgewinnern. Auf der Hauptversammlung des Stromkonzerns wurde eine Ausschüttung von 34 Kronen je Aktie beschlossen.

Schwach zeigten sich dagegen auch hier die Aktien der Banken Erste Group , Komercni Banka und Moneta. Die drei Branchenwerte rutschten mit Verlusten von bis zu 3,3 Prozent ans untere Ende des tschechischen Leitindex. Am Vortag hatten sie mehrheitlich noch klar zugelegt.

Die Warschauer Börse verzeichnete Abschläge in einer ähnlichen Größenordnung wie der tschechische Aktienmarkt. Der polnische Leitindex Wig-20 verlor 0,60 Prozent auf 1758,82 Punkte. Der breiter gefasste Wig gab um 0,81 Prozent auf 49 569,17 Zähler nach.

Neue Verbraucherpreisdaten aus Polen hatten einen Anstieg der Inflationsrate im Juni auf 3,3 Prozent gezeigt. Im Vormonat hatte sie bei 2,9 Prozent gelegen. "Nachdem der Inflationsdruck drei Monate hintereinander gesunken war, gab es im Juni nun eine deutliche Überraschung", hieß es in einer Reaktion der Erste Group. Im Schnitt war am Markt ein leichter Rückgang auf 2,8 Prozent erwartet worden.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien des Videospieleentwicklers CD Projekt trotz einer neuen Kaufempfehlung um 1,67 Prozent nach. Die Analysten der Erste Group hatten unter anderem auf positive journalistische Kritiken zum voraussichtlich im Herbst erscheinenden Spiel "Cyberpunk 2077" verwiesen./dkm/APA/la/jha/


                                                                                                                        

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