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Lindner warnt vor 'Verscherbeln' staatlicher Commerzbank-Anteile

17.03.19

BERLIN (dpa-AFX) - FDP-Chef Christian Lindner warnt vor negativen Folgen einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank . "Der Staat darf nicht eine Bankenfusion, die er gerne wünscht, arrangieren indem zum Beispiel der Staatsanteil an der Commerzbank verscherbelt und verschachert wird", sagte Lindner am Sonntag in Berlin. Der Bund hält gut 15 Prozent an der Commerzbank. Beide Institute teilten am Sonntag mit, dass die Gespräche über eine mögliche Fusion aufnehmen.

"Wir wollen in Deutschland Wettbewerb haben zwischen Sparkassen, Volksbanken und den privaten Banken. Jede Konzentration führt dazu dass die Kundinnen und Kunden weniger Auswahl haben", sagte Lindner. Es sei verständlich, dass über eine Fusion gesprochen werde, da beide Banken zu klein gewesen seien für den globalen Markt.

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"Nur, die Commerzbank ist keine Bank wie jede andere. Die Commerzbank ist eine Bank die teilweise dem Staat gehört", warnte Lindner. Der Staatsanteil dürfe nicht "zum Schleuderpreis verramscht" werden. Stattdessen müssten bei einer Privatisierung marktübliche Preise gezahlt werden. "Die Fusion muss zu einer Privatisierung führen", forderte er.

Seit Monaten wird über eine Fusion der beiden Institute spekuliert. Immer wieder bekräftigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies: Deutschland brauche starke Banken./hrz/DP/stw


                                                                                                                        

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