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Sterbehilfe: Beschwerdeführer kritisiert Gesetz als inhuman

16.04.19

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Die gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe ist nach Überzeugung des Vereins Sterbehilfe Deutschland inhuman. Sie verweise Menschen, die ihr Leben wegen einer unerträglicher Krankheit selbst beenden möchten, auf die Unterstützung von Laien, sagte der Bevollmächtigte Bernd Hecker am Dienstag in einer Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.

Für viele Betroffene sei ärztliche Unterstützung beim Suizid auch deswegen alternativlos, weil ihnen Verwandte nicht zur Verfügung stehen oder stehen wollen, sagte Christoph Knauer als Bevollmächtigter eines Beschwerdeführers. "Das Gesetz steht in keinem Verhältnis zur Einschränkung des Klägers", sagte Knauer.

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Der Zweite Senat verhandelt über mehrere Verfassungsbeschwerden gegen den Paragraf 217, der Sterbehilfe als Dienstleistung unter Strafe stellt. Mit dem Paragrafen 217 des Strafgesetzbuchs wollte der Gesetzgeber verhindern, dass Suizidhilfe-Vereine wie Sterbehilfe Deutschland oder Dignitas aus der Schweiz ihre Angebote für zahlende Mitglieder ausweiten. Außer solchen Vereinen klagen in Karlsruhe aber auch Palliativmediziner und andere Ärzte. (Az. 2 BvR 2347/15 u.a.)/moe/sem/DP/fba


                                                                                                                        

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