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Nvidia Corp US67066G1040

NVIDIA Aktie: Aktienrückkaufprogramm um 80 Milliarden Dollar aufgestockt

22.05.26 - BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - NVIDIA-Aktienanalyse der BNP Paribas:

Mit lediglich kleinen Kursausschlägen hat die Aktie von NVIDIA Corp. (ISIN: US67066G1040, WKN: 918422, Ticker-Symbol: NVD, NASDAQ-Symbol: NVDA) auf die Präsentation der Quartalsergebnisse am Mittwochabend, 20. Mai nach Börsenschluss in den USA reagiert, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas.

Damit seien die Ausschläge deutlich kleiner als jene 5,9%, die zuvor am Markt eingepreist worden seien. Dabei habe der KI-Riese einmal mehr Rekordergebnisse vorgelegt und einen überzeugenden Ausblick veröffentlicht. Auf der Analystenkonferenz sei nach Meinung von Egmond Haidt vor allem spannend gewesen, wo das künftige Wachstum von NVIDIA laut Vorstandschef Jensen Huang herkommen solle.

Im per 26. April beendeten ersten Quartal des Fiskaljahres 2026/27 sei der Umsatz um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf den Rekord von 81,62 Milliarden Dollar gestiegen, das habe deutlich über den Schätzungen der Analysten von 79,19 Milliarden Dollar gelegen. Das sei zudem das dritte Quartal in Folge mit einer Beschleunigung des Wachstums gewesen. Dabei sei der Erlös gegenüber dem Vorquartal um 13,5 Milliarden Dollar gestiegen - Rekord.

Wachstumsmotor sei einmal mehr der Bereich Rechenzentren gewesen, dessen Umsatz angetrieben von der boomenden Nachfrage nach Blackwell-300-Chips um 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 75,25 Milliarden Dollar zugelegt habe, womit die Erwartungen von 73,5 Milliarden Dollar deutlich übertroffen worden seien. Das sei ebenfalls das dritte Quartal in Folge mit einer Beschleunigung des Wachstums gewesen.

Dabei seien diesmal - wegen der Exportbeschränkungen der US-Regierung - keine KI-Chips nach China geliefert worden, wohingegen im Vorjahreszeitraum 4,6 Milliarden Dollar zu Buche gestanden hätten.

Zudem sei die bereinigte Bruttomarge auf Konzernebene von 60,8 auf 75,0 Prozent geklettert, womit die Erwartungen von 74,5 Prozent leicht übertroffen worden seien.

Außerdem sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 147 Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar nach oben geschossen, damit habe sich die Marge weiter massiv verbessert von 49,5 Prozent auf 65,9 Prozent.

Bei der Zahlenvorlage würden Investoren üblicherweise stark auf die Entwicklung der Forderungen achten. Sie seien um 84 Prozent auf den Rekord von 40,7 Milliarden Dollar geklettert, womit die Außenstandstage bei 45 gelegen hätten. Auf der Analystenkonferenz habe das Management gesagt, dass der Wert im zweiten Quartal 2026/27 im mittleren 50er-Bereich liegen werde.

Die Entwicklung beim Cashflow im abgelaufenen Quartal sei sensationell gewesen: Jener aus dem operativen Geschäft sei auf 50,3 Milliarden Dollar nach oben geschossen. Abzüglich der Investitionen von 1,8 Milliarden Dollar habe ein Free Cashflow von 48,6 Milliarden Dollar zu Buche gestanden - ein neuer Rekord und zugleich ein Anstieg um herbe 86 Prozent.

Das Management um Huang habe Investoren an den hervorragenden Ergebnissen teilhaben lassen und den Anteilseignern insgesamt 20,0 Milliarden Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden zukommen lassen. Dabei sei das Geld fast ausschließlich über Aktienrückkäufe geflossen, während lediglich rund 250 Millionen Dollar auf Dividenden entfallen seien.

Damit seien aus dem bestehenden Aktienrückkaufprogramm noch 38,5 Milliarden Dollar übrig gewesen. Das Aufsichtsgremium habe das Programm nun um 80 Milliarden Dollar aufgestockt, wobei es keine zeitliche Befristung habe. Zudem werde die Quartalsdividende von 0,01 auf 0,25 Dollar aufgestockt, was laut meinen Berechnungen eine Dividendenzahlung von 6,1 Milliarden Dollar pro Quartal bedeute.

Gute Prognose

Für das zweite Quartal 2026/27 habe Huang einen Umsatz von 91,0 Milliarden Dollar (plus/minus 2 Prozent) in Aussicht gestellt. Das habe deutlich über den Erwartungen von 87,0 Milliarden Dollar gelegen, allerdings hätten die Flüsterschätzungen bis zu 96,0 Milliarden Dollar gereicht. Die Prognose enthalte weiterhin keine Lieferungen nach China. Dabei solle die bereinigte Bruttomarge erneut 75,0 Prozent (plus/minus 0,5 Prozentpunkte) erreichen.

Wie oben geschrieben, sei es spannend, woher künftig das boomende Wachstum bei NVIDIA kommen solle. Dazu weise der Konzern die Zahlen für den Bereich Rechenzentren ab sofort neu aus und habe sie für das erste Quartal 2026/27 in folgende zwei Sparten aufgeteilt: Hyperscaler und ACIE (AI Clouds, Industrial & Enterprise).

Bei den Hyperscalern gehe es um die Handvoll großer Betreiber von Rechenzentren, wie Amazon, Alphabet, Microsoft, Meta und Oracle. Hingegen handle es sich bei ACIE um KI-Clouds sowie Industrie- und sonstige Unternehmen. Laut Huang solle das Wachstum bei ACIE künftig größer sein als bei den Hyperscalern. Zwar sei der Umsatz mit Hyperscalern im ersten Quartal 2026/27 um 115 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 37,9 Milliarden Dollar nach oben geschossen, das Wachstum gegenüber dem Vorquartal habe allerdings bei "nur" 12 Prozent gelegen.

Hingegen sei der Erlös bei ACIE um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 37,4 Milliarden Dollar geklettert, das Wachstum gegenüber dem Vorquartal habe allerdings bei satten 31 Prozent gelegen.

Im Klartext: Künftig sollten die weltweit zig- und hunderttausenden "normalen" Unternehmen massiv in KI investieren und so das Geschäft von NVIDIA weiter beflügeln. Dabei solle die Auslieferung der neuen Vera-Rubin-Chips im dritten Quartal beginnen und die Produktion in den darauffolgenden Quartalen kräftig hochgefahren werden. Zudem erwarte das Unternehmen in diesem Fiskaljahr neben den Einnahmen aus seinen GPUs (Graphics Processing Units) 20 Milliarden Dollar an Erlösen aus CPUs (Central Processing Units).

Wie gehe es weiter mit der Aktie?

Der Börsenwert liege bei 5,41 Billionen Dollar. Abzüglich des Netto-Cash-Bestands von 72,1 Milliarden Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 5,34 Billionen Dollar. Das entspreche dem 16,1-Fachen des von Analysten für das im Januar endende Fiskaljahr 2027/28 prognostizierten EBIT (331,0 Milliarden Dollar). Das sei nach Meinung von Egmond Haidt keine zu hohe Bewertung, sondern lasse vielmehr weiteren Spielraum nach oben, für ein derart wachstumsstarkes Unternehmen, dessen Wachstum sich in den vergangenen drei Quartalen beschleunigt habe und dessen operative Marge inzwischen bei sensationellen 66 Prozent liege.

Allerdings bleibe natürlich die Eine-Million-Dollar-Frage, wie lange der KI-Hype noch anhalte, oder ob es sich möglicherweise um eine Blase handle und wann sie daher irgendwann platzen könnte. Und das KGV auf Basis der 2027/28er-Schätzungen liege bei 18,9.

Ehrlich gestanden sei es unheimlich schwierig vorherzusagen, wie sich die Aktie kurzfristig entwickeln könnte, zumal die Umsatzprognose für das laufende Quartal die Erwartungen auf prozentualer Basis gerechnet nicht so stark übertroffen habe wie bei der Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal 2025/26.

Vor diesem Hintergrund könnten Investoren nach dem heutigen Handelsstart in den USA um 15.30 Uhr - wie bei den vorherigen drei Zahlenvorlagen - ein paar Gewinne mitnehmen, oder das Papier könnte sich stabilisieren.

Sollten sich die Nachrichten zum südkoreanischen Chiphersteller Samsung Electronics allerdings weiter beruhigen und gleichzeitig der Ölpreis nach unten drehen, woraufhin die Zinsen für 10-jährige US-Anleihen zumindest etwas nachgeben sollten, könnte die NVIDIA-Aktie allmählich wieder auf Rekordfahrt gehen, so Egmond Haidt, Finanzjournalist, in einer aktuellen Veröffentlichung bei BNP Paribas. (Analyse vom 21.05.2026)


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Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (22.05.2026/ac/a/n)


                                                                                                                        

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