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Strabag SE AT000000STR1

STRABAG Aktienanalyse: Baugigant mit Rekordauftragsbestand - Analyst sieht Kurspotenzial bis 86 Euro

23.05.25 - aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - STRABAG SE (ISIN: AT000000STR1, WKN: A0M23V, Ticker-Symbol: XD4, Wiener Börse-Symbol: STR), einer der führenden europäischen Technologiekonzerne im Bauwesen, hat jüngst seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2025 vorgelegt ? und dabei eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum das Unternehmen derzeit als Fels in der Brandung eines volatilen Marktes gilt. Mit einer Bauleistung von über 3,7 Milliarden Euro und einem Rekordauftragsbestand von mehr als 28 Milliarden Euro konnte das Unternehmen seine führende Marktstellung nicht nur behaupten, sondern weiter ausbauen.

Akquisition in Australien zeigt erste Wirkung

Ein zentraler Treiber der positiven Entwicklung war die erfolgreiche Integration der australischen Georgiou Group. Die Übernahme trug rund 751 Millionen Euro zum Auftragsbestand bei und markiert einen bedeutenden Schritt in STRABAGs Internationalisierungsstrategie. Die Performance im ersten Quartal 2025 zeigt: Die Transaktion war nicht nur ein Expansionssignal, sondern auch ein sofort wirksamer Wachstumsimpuls.

Rekord-Auftragsbestand als Fundament für 2025

Zum Quartalsende 2025 verzeichnete STRABAG erstmals einen Auftragsbestand von über 28 Milliarden Euro ? ein Anstieg um rund 14 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders starkes Wachstum wurde in den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien erzielt. Neben klassischen Bauprojekten rücken zunehmend hochspezialisierte Aufträge in den Bereichen Halbleiter, Rechenzentren und Energieinfrastruktur in den Fokus.

EBIT-Margenziel wird angehoben

Im Zuge der sehr robusten Geschäftsentwicklung hob STRABAG das EBIT-Margenziel für 2025 von ≥ 4,0 % auf ≥ 4,5 % an. Die angepeilte Bauleistung für das Gesamtjahr bleibt bei rund 21 Milliarden Euro. Auch bei den Investitionen bleibt das Management diszipliniert: Die Nettoinvestitionen sollen weiterhin unter 1,1 Milliarden Euro bleiben. Damit bestätigt der Vorstand erneut seine strategische Langfristperspektive unter dem Dach der Strategie 2030.

Analysten bleiben optimistisch

Gregor Koppensteiner ? Raiffeisen Bank International AG: Kursziel 86,00 EUR, Rating: KAUFEN

Laut Koppensteiner reflektieren die jüngsten Geschäftszahlen von STRABAG ein hohes Maß an operativer Exzellenz. Besonders hervorgehoben werden die planmäßige Abarbeitung von Großprojekten, die erfolgreiche Integration in Australien und die zunehmende Spezialisierung auf Hochtechnologie-Infrastrukturprojekte. Die Analysten der Raiffeisen Bank sehen den fairen Wert der Aktie bei 86 Euro und sprechen eine klare Kaufempfehlung aus.

Aktuelle Kursentwicklung

Trotz solider Zahlen und eines starken operativen Ausblicks notiert die STRABAG-Aktie aktuell bei 82,40 Euro ? ein Tagesverlust von rund -0,24 %. Das kurzfristige Minus ist jedoch eher marktbedingt und weniger fundamental zu erklären, zumal die Zahlen über den Erwartungen lagen. Der Abstand zum Kursziel der Raiffeisen Bank beträgt somit 5,5 % ? Raum für Aufholpotenzial.

Starke Impulse aus den Segmenten Energie, Mobilität und Bestandssanierung

Besonders auffällig ist das breite Spektrum der STRABAG-Projekte: Ob beim Bau von Hochleistungsrechenzentren, beim Ausbau der Bahnstrecken oder bei energetischen Sanierungsprojekten ? STRABAG deckt nahezu die gesamte Wertschöpfungskette moderner Infrastrukturentwicklung ab. Derartige Spezialisierung ist ein zentraler Wettbewerbsvorteil ? gerade in einer Zeit, in der staatliche Investitionen in Klimaschutz, Digitalisierung und Mobilität neue Märkte schaffen.

Arbeitsmarkt, Ressourcen und Internationalisierung im Fokus

Mit knapp 77.000 Mitarbeitenden (+2 % gegenüber dem Vorjahr) baut STRABAG seinen Mitarbeiterstamm gezielt aus ? insbesondere in Wachstumsregionen wie Deutschland, Polen und dem Nahen Osten. In Amerika wurde die Personalzahl leicht zurückgefahren, was jedoch mit dem Abschluss von Großprojekten zusammenhängt. Dieser strategische Personalumbau verdeutlicht, wie flexibel und vorausschauend STRABAG operiert.

Fazit

STRABAG präsentiert sich 2025 als finanzstarker und wachstumsorientierter Branchenführer mit breitem Fundament. Die Zahlen des ersten Quartals unterstreichen die Widerstandsfähigkeit und die strategische Ausrichtung auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Energieinfrastruktur und Hochtechnologiebau. Die Analysten bestätigen ihren positiven Ausblick ? und die aktuellen Kursziele zeigen, dass die Aktie auch aus Bewertungssicht noch Luft nach oben hat. (23.05.2025/ac/a/a)

                                                                                                                        

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