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OTS: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. / 7 Milliarden Euro zusätzliches ...

9:06

7 Milliarden Euro zusätzliches BIP: Mehr Ingenieurinnen als Schlüssel

für Wachstum und Transformation (FOTO)

Düsseldorf (ots) - Gutachten von VDI und IW vor der Hannover Messe

Deutschland lässt wirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe ungenutzt: Kurz

vor der Hannover Messe, dem weltweit wichtigsten Branchentreff der Industrie,

hat der VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) neue Zahlen

zur Rolle von Ingenieurinnen für den Standort Deutschland vorgestellt. Im Rahmen

einer Pressekonferenz präsentierte der VDI ein Gutachten, das zeigt: Deutschland

nutzt das Potenzial von Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen noch immer

nicht ausreichend.

Mit bis zu 56.100 zusätzlichen weiblichen Fachkräften bis 2035 sind rund 7

Milliarden Euro weitere Wertschöpfung pro Jahr möglich, wenn die Potenziale von

Frauen für die Ingenieur- und Informatikberufe konsequenter gehoben werden. Das

entspricht einem spürbaren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) und könnte

noch deutlich höher ausfallen, wenn zusätzlich Frauen mit einem Ingenieurstudium

auch in anderen Berufsfeldern - etwa Bildung, Forschung oder öffentlichem Dienst

- mit eingerechnet werden. Aktuell liegt der Frauenanteil in Ingenieurberufen

bei 20,6 Prozent . Das entspricht rund 217.400 Ingenieurinnen bei insgesamt etwa

1,05 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Beruf.

"Die Hannover Messe zeigt, welche Technologien unsere Zukunft prägen werden.

Doch klar ist auch: Die größte Herausforderung der Transformation ist nicht die

Technik, sondern ihre Umsetzung", sagt Adrian Willig, Direktor des VDI. "Die

Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheidet sich nicht an unseren Potenzialen,

sondern daran, ob wir sie konsequent heben. Dazu gehört auch, dass wir das

Potenzial von Ingenieurinnen endlich stärker nutzen. Mehr Ingenieurinnen sind

nicht nur ein Gleichstellungsthema, sondern ein

Advertisement

7-Milliarden-Euro-Wachstumsprogramm für Deutschland. Es geht nicht um Ersatz,

sondern um die konsequente Nutzung vorhandener Talente", so Willig weiter.

Ingenieurinnen sind keine Randfrage, sondern ein zentraler Hebel für Wachstum

und Innovation in Deutschland. Die VDI-Initiative " Zukunft Deutschland 2050

(https://www.vdi.de/themen/zukunft-deutschland-2050) " zeigt, dass hier ein

zentraler Hebel liegt, wenn Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig

sichern will.

Ingenieurinnen fehlen in industriellen Schlüsselbranchen

Viele Ingenieurinnen arbeiten laut Erhebung nicht in industriellen Kernbranchen

bzw. außerhalb ihres eigentlichen Berufsfeldes. Ingenieurinnen entscheiden sich

häufiger für wissensintensive Bereiche wie Forschung, Lehre oder Bildung. Sie

sind unter anderem Lehrkräfte in MINT-Fächern,Prüferinnen,

Unternehmensberaterinnen oder Vertrieblerinnen technischer Produkte. Junge

Frauen zeigen insbesondere bei zukunftsrelevanten Themen wie dem Klimaschutz ein

starkes Interesse. In industriellen Schlüsselbranchen wie Maschinenbau oder

Elektrotechnik sind Ingenieurinnen jedoch deutlich unterrepräsentiert. Im

Maschinenbau liegt der Frauenanteil bei 9,0 Prozent. In der Elektroindustrie

liegt er nur etwas höher bei 9,5 Prozent.

Vorhandene Potenziale besser nutzen

Die Beschäftigung von jungen Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen ist in

den letzten zehn Jahren bereits gestiegen. "Wenn wir das Potenzial von Frauen

stärker nutzen, reden wir über ein Wachstumsprogramm in Milliardenhöhe für den

Standort Deutschland", sagt Prof. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen

Wirtschaft in Köln. "Allein durch eine weitere Erhöhung des Anteils von Frauen

in Ingenieur- und Informatikberufen könnten bis 2035 rund 56.000 zusätzliche

Fachkräfte gewonnen werden. Entscheidend ist, vor allem vorhandene Potenziale

besser zu heben und zusätzlich neue Qualifikationen zu schaffen."

"Ingenieurinnen sind in vielen wichtigen Bereichen aktiv. Netzwerke,

Sichtbarkeit und Role Models sind entscheidend, um mehr Frauen für technische

Berufe zu gewinnen und sie langfristig in diesen Feldern zu halten", sagt Prof.

Burghilde Wieneke-Toutaoui, Co-Vorsitzende des Netzwerks Frauen im

Ingenieurberuf. Der VDI setzt hier gezielt an; unter anderem mit dem Netzwerk "

Frauen im Ingenieurberuf

(https://www.vdi.de/netzwerke-community/netzwerke/frauen-im-ingenieurberuf) ",

Mentoring-Programmen

(https://www.vdi.de/mitgliedschaft/coaching-angebote/vdi-womentoring) und der

Initiative "Zukunft Deutschland 2050". Ziel ist es, die Rolle von Ingenieurinnen

stärker sichtbar zu machen und vorhandene Potenziale systematisch zu

erschließen.

Handlungsempfehlungen der VDI-/IW-Studie

Um dieses Potenzial zu heben, formuliert die Studie konkrete

Handlungsempfehlungen. Entscheidend sind bessere Rahmenbedingungen für die

Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flexible Arbeitsmodelle sowie gezielte

Weiterbildungs- und Re-Skilling (https://www.vdi.de/news/detail/qualifizierung-u

nd-re-skilling-entscheiden-ueber-deutschlands-innovationsfaehigkeit) -Angebote -

insbesondere für industrielle Schlüsselbranchen. Gleichzeitig gilt es, mehr

Frauen für Führungspositionen zu gewinnen und ihre Sichtbarkeit durch Netzwerke

und Role Models zu stärken. Ziel ist es, vorhandene Qualifikationen konsequenter

in den Bereichen einzusetzen, in denen sie die größte Wirkung für Innovation und

Wertschöpfung entfalten.

Die Studie "Ingenieurinnen in Deutschland - Potenziale, Herausforderungen und

Entwicklungen" hier kostenlos herunterladen (https://www.vdi.de/themen/qualifika

tion-und-arbeitsmarkt/ingenieurinnen-in-deutschland) .

Fachlicher Ansprechpartner:

Maximilian Stindt

Referent Beruf und Arbeitsmarkt

VDI e.V.

Telefon: +49 211 6214-653

E-Mail: mailto:maximilian.stindt@vdi.de

Ihre Ansprechpartnerin in der VDI-Pressestelle:

Sarah Janczura

Pressesprecherin

Telefon: +49 211 6214-641

E-Mail: mailto:presse@vdi.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/16368/6257168

OTS: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.


                                                                                                                        

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